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GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

Ein Fall von Gehaltsdiskriminierung - Birte Meier gegen das ZDF geht in die 2. Instanz

01.02.17


01.02.2017

Mehrere Frauenverbände haben das Abweisen der Klage auf Lohngerechtigkeit der ZDF-Journalistin Birte Meier als falsches Signal kritisiert. Das Berliner Arbeitsgericht hat heute die Klage der "Frontal 21" Reporterin abgewiesen.
 
Die preisgekrönte TV-Macherin Birte Meier sah sich im Vergleich zu männlichen Kollegen deutlich schlechter bezahlt und war dagegen vor dem Arbeitsgericht vorgegangen.
 
„Schade, dass die Klage auf Diskriminierung abgewiesen wurde“, sagte Rebecca Beerheide, Vorsitzende des Journalistinnenbundes. „Allerdings ist und bleibt der unerklärliche Lohnunterschied aus unserer Sicht eine Diskriminierung von Frauen, die es im Allgemeinen im Jahr 2017 in Deutschland nicht mehr geben sollte.“

Hierzu sagte Uta Zech, Präsidentin Business and Professional Women (BPW) Germany: „Es ist höchste Zeit, dass geltendes europäisches Recht in Bezug auf gleiche Bezahlung für Frauen und Männer vor deutschen Gerichten angewendet wird. Die Behauptung, die Ungleichheit liege am individuellen Verhandlungsgeschick von Frauen, hat die Ursachenforschung zum Equal Pay Day widerlegt. Hut ab vor dem Mut von Birte Meier! Sie verdient unseren Respekt und unsere Unterstützung.“
 
Maren Weber, Vorsitzende von ProQuote Medien, bemängelte ganz grundsätzlich eine rückwärtsgewandte Haltung bei dem öffentlich-rechtlichen Sender aus Mainz: „Wir können nur hoffen, dass sich das ZDF hier moderner verhalten hat als bei der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen“, sagte sie. Denn wer sich beim ZDF genauer umschaue, der stelle fest: „In den Leitungspositionen sitzen dort vor allem Männer.“
 
Die Organisation ProQuote Regie, die sich für mehr Frauen als Regisseurinnen einsetzt, warnte vor einer womöglich abschreckenden Wirkung der Entscheidung: „Auch wenn die Klage abgewiesen wurde, hat Birte Meier mit ihrem Mut ein Zeichen für die Gleichstellung gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass sich andere Frauen nicht davon entmutigen lassen, vor Gericht zu ziehen, wenn sie eine Diskriminierung feststellen," sagte die Vorsitzende Barbara Rohm.
 
Die Klägerin, ZDF-Reporterin Birte Meier (45), die für das TV-Magazin „Frontal 21“ investigative Themen recherchiert, hatte im Gespräch mit Kollegen erfahren, dass sie deutlich weniger verdient als männliche Kollegen. Das hatte sie zunächst lange intern zu ändern versucht. Dann war sie unter Berufung auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes dagegen mit dem Vorwurf der Diskriminierung in Berlin vor Gericht gezogen.

Der Journalistinnenbund hatte schon vor der Entscheidung alle Kolleginnen zur Solidarität mit Birte Meier aufgerufen. Der Frauenverband unterstützt den Gesetzentwurf von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) für mehr Transparenz bei den Lohnunterschieden von Frauen und Männern. „Es geht um nichts Geringeres als um Lohngerechtigkeit“, mahnte der Journalistinnenbund. Mit Blick darauf, dass das Zweite Deutsche Fernsehen Birte Meier vor der Entscheidung einen Vergleich angeboten hatte, wenn sie dafür das Haus verlasse, sprach der Verband von einer Einschüchterung anderer Kolleginnen, die ebenfalls ihr Recht einfordern wollten.


Über den BPW Germany
Mit rund 40 Clubs und rund 1.800 Mitgliedern ist der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland. Der in den 30er Jahren entstandene und nach der Auflösung unter den Nationalsozialisten 1951 neu gegründete gemeinnützige Verband unterstützt berufstätige Frauen auf vielfältige Weise: Neben persönlichem Austausch, Vorträgen, Tagungen und Mentoring leistet das Netzwerk politisch-gesellschaftliche Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene und engagiert sich für humanitäre Zwecke. Der BPW Germany kooperiert mit Wirtschaft, Medien, Politik und unterstützt seine Partner in Fragen der Unternehmensverantwortung und Chancengleichheit im Beruf. 2008 initiierte das Netzwerk den Equal Pay Day in Deutschland, der internationale Aktionstages für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, und erhielt dafür 2009 die Auszeichnung „Ort im Land der Ideen“.
Der BPW Germany ist Teil des BPW International, der in rund 100 Ländern, darunter 31 europäischen Ländern, vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Außerdem ist der BPW Germany Mitglied im Deutschen Frauenrat und in der United Leaders Association (ULA).
Mehr dazu unter www.bpw-germany.de. Mehr zu den BPW-Landesverbänden in Europa unter www.bpw-europe.org. Mehr zum BPW International unter www.bpw-international.org.

Über den Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen zum Jahresanfang umsonst arbeiten müssen: 21 Prozent von 365 Tagen = 77 Tage. Der nächste Equal Pay Day ist am 18. März 2017.
Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden.
Mehr zum Equal Pay Day unter www.equalpayday.de.


 

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