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Einblicke in die Welt der japanischen Business Frauen

Treffen mit BPW Tokio

24.10.17


Bericht von Heike Fiestas, stellv. Vorsitzende des BPW Clubs Stuttgart (Okt. 2017)

In diesem Oktober bereiste ich mit meiner Tochter Japan. Unsere kurze Reise führte uns in den Großraum Tokio.  Neben den vielfältigen Eindrücken von Japans Kultur und Natur war ein wertvolles Element unserer Reise das Treffen mit Frauen des BPW-Clubs Tokio. Mit ihren unterschiedlichen Werdegängen zeigen sie einige Karriere-Möglichkeiten für Frauen in Japan. Auch von ihren Herausforderungen im japanischen Arbeitsalltag erfahren wir.

Sanae Tashiro arbeitet seit mehr als 30 Jahre in einer traditionellen japanischen Firma, ist Leiterin eines Geschäftsbereichs, einzige Frau im Management-Board und Mutter von zwei Kindern. Jun Sawada, auch Mutter von zwei Kindern,  startete ihre Laufbahn in einem traditionellen japanischen Unternehmen und ist inzwischen in der Position eines Managing Director für eine dänische  Firma tätig.

Sie beschreibt uns auch die Situation in der Kinderbetreuung: Es gibt öffentliche Kindertagesstätten mit eher unflexiblen Betreuungszeiten und private Bertreuungsangebote, die sich wenn auch für einen hohen Preis eher dem Flexibilitätsbedarf der Eltern anpassen. Damit Frau aber einen gewöhnlichen japanischen Geschäftsalltag (Arbeitszeit von 9 bis 20 Uhr mit anschließendem kollegialem „Was-Trinken-Gehen“) mitmachen kann, ist sie zusätzlich auf Babysitting angewiesen.

Die Hürden der Frauen in Managementpositionen sind hoch und sie sind dort noch unterrepräsentiert. Die japanische Regierung hat daher das Projekt „202030“ aufgesetzt, mit dem Ziel, im Jahr 2020 Führungspositionen in allen Bereichen zu 30% mit Frauen besetzt zu haben. Aktuell läge der Frauenanteil bei ca. 20%, wird uns berichtet.

Marie Oriishi ist ehemalige Rudererin und forscht heute an der Universität nach verbesserten Trainingsmethoden für Spitzensport. Sie gehört außerdem zum Vorbereitungsteam der Olympischen Spiele, die 2020 in Tokio stattfinden.

Die Situation der Frauen verändere sich langsam aber stetig, erfahren wir. Hätten sich japanische Frauen noch vor rund 10  Jahre überwiegend nur um die Erziehung und schulische Entwicklung der Kinder kümmern können, so wären die Familien heute mehr und mehr finanziell darauf angewiesen, dass auch Frauen verdienen. Frauen arbeiteten viel in Teilzeitbeschäftigung und in sozialen Berufen. Der Frauenanteil unter den Studentinnen nähme zu, aber wenige würden in technische Berufe vordringen. Auch das Selbstverständnis der Männer ist im Wandel. Wir konnten einige Väter beobachten, die ihre Kinder im „Känguru“ durch die Stadt trugen. Etwas, was mir während meines beruflichen Engagements in Japan vor vier Jahren noch nicht auffiel. Zur Unterstützung der Väter sind viele öffentliche Herrentoiletten bereits mit Wickeltischen ausgestattet.

Jun, Sanae und Marie schätzen ihre Mitgliedschaft in BPW. Der Club gäbe ihnen die Möglichkeit mit Gleichgesinnten über ihren Herausforderungen zu sprechen und das Netzwerk eröffne ihnen neue Perspektiven. BPW nahm 1951 mit dem Club in Tokio seinen Anfang. Nachdem weitere Clubs entstanden waren, bildete sich 1958 der nationale Verband, der 1959 BPW International beitrat. Der japanische BPW Verband besteht heute aus 16 Clubs und 4 assoziierten Gruppen mit insgesamt ca. 400 Mitgliedern. Dem BPW Club Tokio gehören rund 40 Frauen an,  die in monatlichen Clubtreffen zusammenkommen. Equal Pay ist auch hier ein wichtiges Thema, ist das Gap doch noch größer als bei uns in Deutschland: der Equal Pay Day liegt in Japan am 7.4. Am Equal Pay Day veranstalten die BPW-Frauen eine Demonstration am zentralen Tokio Bahnhof und damit vis-á-vis zum Regierungsviertel.

Wir haben uns sehr über dieses interessante Treffen mit unseren japanischen „Schwestern“. Es ging auf die Initiative unserer Schatzmeisterin Alexandra Mavrina zurück, die sich bereits im letzten Jahr mit Jun getroffen hatte und die auch jetzt gerade wieder in Tokio ist. Wir hoffen, unsere Kontakte vertiefen zu können.
 
(Foto v.l.n.r.) Heike Fiestas, Sanae Tashiro, Marie Oriishi, Ruth Fiestas und Jun Sawada (von links) bei Ihrem Treffen in der Art Lounge des Tokyio Park Hotels


 

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