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OECD-Studie: Deutschland hat höchstes Rentengefälle

Deutschland liegt in Sachen Chancengleichheit immer noch deutlich hinter vergleichbaren Industrie-Nationen.

21.12.12


Besonders hoch ist der Unterschied bei den Renten: Deutschland hat das stärkste geschlechtsbedingte Rentengefälle in der OECD. Zwei Drittel der deutschen Rentner sind Frauen, zehn Prozent von ihnen leben in Altersarmut.
Mit 68 Prozent liegt der Anteil der erwerbstätigen Frauen in Deutschland über dem OECD-Durchschnitt (60 %). Der Anteil der Kinder im Alter bis zu drei Jahren, die tagsüber betreut werden, ist mit 18 Prozent hingegen niedrig. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, besonders Mütter: Bei 25 bis 54-Jährigen mit Kindern in Schule oder Ausbildung sind es 62 Prozent, in Frankreich dagegen nur 26 Prozent. Die Hausarbeit ist indes weiterhin fest in weiblicher Hand: Frauen verbringen damit in Deutschland im Schnitt täglich zwei Stunden mehr als Männer.

Besonders hoch ist das deutsche Lohngefälle zwischen Männern und Frauen: Für mittlere Einkommen liegt es mit 22 Prozent OECD-weit an dritter Stelle (Durchschnitt: 16%). Der Studie zufolge ist die Hälfte dieses Unterschieds auf die verstärkte Teilzeitarbeit von Frauen zurückzuführen. Da Teilzeitarbeit sich oft negativ auf das berufliche Weiterkommen auswirkt, ist die Lohnlücke bei den über 40-Jährigen drei Mal so hoch wie bei jüngeren Erwerbstätigen.

Nur 28 Prozent der deutschen Führungskräfte und weniger als sechs Prozent der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder börsennotierter Unternehmen sind Frauen. Mit 63 Prozent ist der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in Deutschland auch bei den Freiberuflern fast doppelt so hoch wie im OECD-Durchschnitt (34%).

Ein wichtiger Faktor, der es Frauen ermöglichen kann, voll in den Arbeitsmarkt einzusteigen, ist die Kinderbetreuung. Insgesamt fehlt in Deutschland aber vielerorts ein qualitativ hochwertiges und erschwingliches Betreuungsangebot. Als Folge des Ehegattensplittings hat Deutschland OECD-weit auch das einzige Steuer- und Sozialsystem, in dem es sich für Eltern schulpflichtiger Kinder nicht lohnt, dass beide Teile arbeiten. Die jüngst beschlossene Einführung des stark umstrittenen Betreuungsgelds für Kinder von 13 bis 36 Monaten könnte Mütter mit Kleinkindern zudem verstärkt motivieren, zu Hause zu bleiben und so die ohnehin schon erheblichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verfestigen.

Quelle: OECD

Hier geht es zum OECD-Bericht:
http://www.oecd.org/berlin/publikationen/gleichstellung-der-geschlechter.htm

Hier geht es zur OECD-Pressemitteilung mit dem Länderbericht Deutschland: http://www.oecd.org/newsroom



 

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