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Lästiges Wiedersehen nach der Baby-Pause?

Gastkommentar von Nina Puri



Wir leben im Jahr 2014. In einer der führenden Industrienationen. Aber: Unsere Geburtenrate ist die niedrigste in der EU. Die geburtenstarken Jahrgänge nähern sich dem Rentenalter, jede Arbeitskraft wird gebraucht.
Und dennoch pflegen unsere Politiker (und manche Politikerinnen) ein antiquiertes Familienbild, gegen das auch Kita-Ausbau und Elternzeit für Väter nicht ankommen. Und das verhindert, was so dringend benötigt wird: Die vollständige Rückkehr der Mütter ins Arbeitsleben.

Deshalb kam mir, berufstätige und zweifache  Mutter, die Idee zu dem Buch „Karriere im Eimerchen“ (Droemer-Knaur-Verlag) mit der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Oder eben: Der Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Überspitzt, auch mit dem nötigen Galgenhumor, aber leider nur allzu realistisch, schildere ich den Alltag zwischen Kita und Konferenz und zeige,  dass Kinder und Karriere eben doch die Ausnahme sind.

Und das nicht, weil die Mütter nicht arbeiten wollen oder können. Sondern weil es trotz aller halbherzigen politischen Bemühungen nicht klappt. Weil Mütter sich mit schlechtem Gewissen im Spagat zwischen Kind und Teilzeitjob abmühen, weil Karrierebewusstsein Frauen zu Rabenmüttern abstempelt und weil die Hausfrauenmütter nur scheitern können, wenn sie stattdessen ihr Kind zum Lebensprojekt erklären.

Hier ein kurzer Auszug aus meinem Buch, erkennen Sie sich bei diesen Zeilen wieder?

„Es gibt nur eins, was deutsche Arbeitgeber lästiger finden als eine Mitarbeiterin, die in die Babypause geht: eine Mitarbeiterin, die nach der Babypause wiederkommt. Anders als Ihr Baby wird Ihr Chef bei Ihrer Rückkehr also nicht mit den Armen rudern, auf und ab hüpfen und begeistert glucksen, sondern Sie allenfalls mit sehr weit hochgezogenen Augenbrauen und nur schwer verhohlener Skepsis mustern. Das ist nur verständlich. Er hat schlichtweg gar nicht damit gerechnet, Sie je wieder zu sehen.

Berufstätige Mütter sind im deutschen Arbeitsmarkt ein lebender Widerspruch.
Zwei Dinge also, die eigentlich nicht zusammengehen, weil sie sich aller Erfahrung nach komplett widersprechen. Wie funktionierender Drucker. Oder kurzes Meeting oder effektives Brainstorming. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen nach der Elternzeit wieder eine Stelle im Betrieb anzubieten, und zwar eine, die gleichwertig mit Ihrer früheren Stelle ist.

Mit gleichwertig kann natürlich gemeint sein, dass diese Stelle jetzt nicht mehr in der eigenen Stadt ist, sondern irgendwo in Murmansk, Spitzbergen oder Feuerland. Eventuell bedeutet gleichwertig auch, dass Sie künftig, statt mit internationalen Geschäftspartnern zu verhandeln, Kaffee kochen, Altpapier rausbringen oder Briefumschläge sortieren.

Diskriminierende Schonung nennen es Soziologen, wenn Müttern beim Wiedereinstieg nicht mehr zugetraut wird, die Aufgaben erfüllen zu können, die für die Karriere wichtig wären. Vielleicht heißt gleichwertig in Ihrem Fall aber auch, dass Sie nicht mehr im Licht durchfluteten Zimmer mit Panoramablick über die Innenstadt sitzen, sondern im fensterlosen Raum neben dem Materiallager mit Aussicht auf den brummenden Drucker. Nicht umsonst heißt es ja schließlich: weg vom Fenster.“

Nina Puri, Freie Autorin


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